Rote Erde News

08.03.2010 | 2. Liga West
Einen hart umkämpften 9:5-Erfolg fuhren die Zweitliga-Wasserballer des SC Rote Erde am Montag gegen Schlusslicht Blau-Weiß Bochum ein. [mehr…]

07.03.2010 | 2. Liga West
Ihr letztes Zweitligaspiel werden die Hammer Wasserballer nicht so schnell vergessen [mehr…]

04.03.2010 | NRW-Pokal
Ohne Mühe schafften die Wasserballer des SC Rote Erde die erste Runde des NRW-Pokals. [mehr…]

Rote Erde schlägt Bochum mit 9:5

Plotnikov dennoch enttäuscht

08.03.2010: 2. Liga West Einen hart umkämpften 9:5-Erfolg (2:1,2:1,2:1,3:2) fuhren die Zweitliga-Wasserballer des SC Rote Erde am Montag zu Hause gegen Schlusslicht Blau-Weiß Bochum ein. Der Sieg katapultiert die Hammer Mannschaft vorübergehend auf den zweiten Platz, sorgte aber auch im Nachhinein für schlechte Stimmung zwischen den beiden Kontrahenten. Denn zum Teil war die Partie zu hart umkämpft: Schon im ersten Viertel musste Hamms Center Kristian Berg nach einem brutalen Schlag des Bochumer Centerspielers Sebastian Hoffmann benommen das Wasser verlassen. „Er hat nichts

ENTTÄUSCHT: Rote Erde-Coach Vadym Plotnikov
mehr gesehen und war einen Moment ganz schön angeschlagen“, berichtete Rote Erde Trainer Vadym Plotnikov. Erst im Schlussabschnitt konnte er Berg wieder einsetzen, der sich mittlerweile wieder von der Attacke erholt hatte. Von den Schiedsrichtern der Partie wurde dieses Vergehen nicht geahndet.

Ebenfalls schlecht an kam, dass die Bochumer mitteilten, dass sie die noch nicht endgültig terminierte NRW-Pokalpartie gegen Hamm in einem 25-Meter-Becken spielen wollen, in dem die Teams auf der einen Seite des Feldes stehen können. Das Wasser ist sogar so flach, dass es manchen Spielern nur bis knapp über den Bauchnabel reichen würde. „Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Wasserball zu tun“, schimpfte Vadym Plotnikov. Zwar haben die Bochumer zurzeit tatsächlich kein 50-Meter-Becken zur Verfügung, weil das Unibad renoviert wird. Der SC Rote Erde hatte jedoch angeboten, das Heimrecht zu tauschen. „Wir haben den Bochumern bis in den Januar hinein die Möglichkeit gegeben, regelmäßig mit uns gemeinsame Trainingseinheiten in Hamm zu absolvieren, weil sie ja so große Hallenprobleme haben. Da ist es natürlich extrem enttäuschend, wenn man nicht im Gegenzug auch mal bereit ist, einen Kompromiss einzugehen“, sagte Plotnikov.

Allerdings war die Unsportlichkeit der Gäste aus Sicht des SC Rote Erde nicht die einzige Enttäuschung an diesem Abend. Auch die Leistung des Teams ließ in den ersten beiden Vierteln zu wünschen übrig. „Bochum ist mit einer alten und erfahrenen Mannschaft angetreten, die nur darauf aus war, das Spiel langsam zu machen, und wir haben das mit uns machen lassen“, ärgerte sich Plotnikov. Seine Mannschaft habe es versäumt, das Spiel schnell zu machen und so den Gegner konsequent unter Druck zu setzen. „Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt der Partie in Gefahr, wir haben immer geführt und hatten das Spiel im Griff. Aber ich erwarte, dass wir gerade zu Hause Gas machen. Wenn das Spiel nicht schnell ist, dann muss man es eben schnell machen. Wenn wir mehr geschwommen wären, hätte Bochum auch viel eher Probleme bekommen“, sagte der Hammer Trainer, der aufgrund des knappen Vorsprungs die Nachwuchsspieler in der Mannschaft nicht so viel spielen lassen konnte, wie er sich das gewünscht hatte. Zumindest Justus Theismann nutzte seine kurze Einsatzzeit aber und steuerte im Schlussabschnitt einen Treffer zum Sieg seiner Mannschaft bei. boh

SC Rote Erde Hamm: A. Kersting, Kosmalla - Blank (2), S. Kersting (2), Arsene, S. Kohle (1), Batt, Berg (1), Funk (1), Fesenko (1), Schröder, Theismann (1), Plotnikov
 

Rote Erde will den nächsten Sieg einfahren

Am Montag (20 Uhr) Spielt das Team zu Hause gegen Bochum

07.03.2010: 2. Liga West Ihr letztes Zweitligaspiel werden die Hammer Wasserballer nicht so schnell vergessen: Das WDR-Fernsehen war da, die Halle voll und das Spiel wurde erst eine Minute vor Schluss durch eine tolle Einzelaktion von Stephan Kersting zu Gunsten des SC Rote Erde entschieden. Zumindest was das Sportliche angeht, wünscht sich RE-Coach Vadym Plotnikov beim nächsten Heimauftritt etwas weniger Aufregung. Sein Team muss am Montag im Maximare (20 Uhr) gegen Schlusslicht Blau Weiß Bochum ran, eine Partie, bei der zwei Punkte Pflicht sind – auch wenn Plotnikov den Gegner deutlich besser einschätzt, als es die Tabellensituation vermuten lässt. „Vor dem Spiel gegen PSV Duisburg habe ich mir weniger Gedanken gemacht. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht erklären, warum die Bochumer so weit unten stehen, ihre Mannschaft ist wesentlich stärker besetzt“, sagt der Hammer Trainer.

Plotnikov muss es wissen, denn zu Beginn der Saison haben die Teams mehrere Trainingsspiele gegeneinander gemacht. „Und die haben wir keineswegs alle locker gewonnen“, sagt der 43-Jährige. Hauptgrund für die schwierige Situation der Bochumer wird sein, dass diese zurzeit keine Heimspielstätte haben, da das Unibad in der Ruhrstadt komplett saniert wird und noch lange geschlossen bleibt. Deshalb haben die Gäste bisher ausschließlich Auswärtsspiele absolviert. Die Heimspiele werden dann ab Mai im vereinseigenen Freibad ausgetragen. Auch das Training der Bochumer leidet unter dieser Situation. Sie können nicht so oft wie bisher trainieren und müssen sich dabei oft mit engeren und kleineren Hallen begnügen. Dennoch rechnet Plotnikov nicht damit, dass der Hammer Gegner absteigen wird: „In der Rückrunde werden sie sicher noch genügend Punkte holen und auch jetzt sind sie nicht zu unterschätzen“, warnt der gebürtige Ukrainer mit deutschem Pass seine Mannschaft vor Überheblichkeit. „Denn die kann tödlich sein.“

Der RE-Trainer hofft, dass sein Team von Beginn an hellwach sein und sich einen Vorsprung erarbeiten wird. „Ich möchte nämlich, dass auch unsere jungen Spieler wieder ganz viel ins Wasser können. Das ist wahnsinnig wichtig für ihre Entwicklung“, erklärt Plotnikov, der die Nachwuchsspieler im körperbetonten Spiel gegen Wuppertal kaum spielen ließ. „Da waren sehr viele Spieler, die sehr viel Kraft haben. Ich wollte einfach kein Risiko eingehen“, so der Rote Erde-Coach. Auf Seiten des Gegners werden die Hammer vor allem auf Bochums Centerspieler Sebastian Hoffmann aufpassen müssen, der letzte Saison noch für den Erstligatopverein ASC Duisburg spielte. „Natürlich ist er nicht mehr so fit, wie in Duisburg. Aber er hat viel Kraft und weiß, wie das Spiel funktioniert“, warnt Plotnikov, der gegen Bochum wieder auf die beruflich verhinderten Alexandru Arsene und Sebastian Witt verzichten müssen wird. boh

Rote Erde nimmt locker die erste Pokalhürde

24:6-Sieg in Löhne - Keine Probleme mit kleinem Becken

04.03.2010: NRW-Pokal Ohne Mühe schafften die Wasserballer des SC Rote Erde die erste Runde des NRW-Pokals. Beim Ostwestfalenligisten Aquarius Löhne setzten sich die Hammer Wasserballer souverän mit 24:6 (8:3,7:1,4:2,5:0) durch. Schon im ersten Viertel setzten die Gäste den gegnerischen Fünftligisten massiv unter Druck und stellten die Weichen auf Sieg: Acht Hammer Tore bei nur drei Gegentreffern waren ein deutliches Signal an den Gastgeber, der auch in der Folge nicht ins Spiel fand. Dabei ließ sich das Team des SC Rote Erde auch von dem extrem kleinen Becken in Löhne nicht aus dem Konzept bringen. „Das war schon etwas anderer Wasserball, als wir es gewohnt sind. Für Konter hatten wir überhaupt keinen Platz“, berichtete der dreifache Torschütze Stephan Kersting. Kein Wunder, denn das Spielfeld war mit 25 Metern nicht nur wesentlich kürzer, sondern auch gerade einmal halb so breit wie das Schwimmbecken im Maximare. Statt zu Kontern, spielten die Gäste das Team aus Löhne mit schnellen Querpässen aus und erarbeiteten sich Torchancen durch schnelle, kurze Sprints vor dem Tor des Gegners.

„Wir haben uns schnell auf die Gegebenheiten vor Ort eingestellt. Insgesamt war das eine runde Leistung“, sagte Mannschaftskapitän Björn Blank. In der zweiten Runde trifft der SC Rote Erde jetzt auf den Zweitligakonkurrenten Blau-Weiß Bochum, der zurzeit auf dem letzten Tabellenplatz steht. „Eine machbare Aufgabe, aber auch ein Gegner, den wir nicht unterschätzen dürfen“, sagte Hamms Trainer Vadym Plotnikov. Das Spiel in Löhne hatte eigentlich schon im Januar stattfinden sollen, aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse war es allerdings zweimal verschoben worden. Während Hamm jetzt gerade einmal die erste Pokalrunde hinter sich gebracht hat, haben die meisten anderen Teams schon die zweite Runde des Wettbewerbs absolviert. boh

SC Rote Erde Hamm:
Kosmalla – Blank (2) Kersting (3), H. Kohle (2), Batt (3), Berg (5), Funk (4), Fesenko (3), S. Kohle (2)

RE-Schwimmer holen 31 Medaillen

Pjatakow vier Gold bei vier Starts - starke Konkurrenz

02.03.2010: Schwimmen 31 Medailllen und 42 Bestzeiten bei 78 Starts: Eine beeindruckende Bilanz hatten die Nachwuchs-Schwimmer des SC Rote Erde bei ihrem Wettkampf in Ennigerloh vorzuweisen. Trotz starker Konkurrenz von immerhin 15 Vereinen landeten die RE-Schwimmer immer wieder auf den Podestplätzen. Erfolgreichster Starter aus Hammer Sicht war Valeriy Pjatakow (Jahrgang 2002), der viermal an den Start ging und dabei stets Gold gewann. Ebenfalls gut in Form war Tim Draband (Jahrgang 2001), der über 25 Meter Rücken und 50 Meter Freistil an den Start ging und dabei jeweils Erster wurde. Ebenfalls zweimal Gold gewann Wiebke Schnieder (Jahrgang 2002), die über 50 Meter Freistil und 100 Meter Lagen am schnellsten war. Weitere Goldmedaillen für den SC Rote Erde holten Daniel Bettermann (Jahrgang 2001) über 25 Meter Brust, Eda Göndük über 25 Meter Schmetterling sowie Malin Menzel (Jahrgang 2001) über 50 Meter Rücken. boh

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Dramatik pur: Rote Erde schlägt Wuppertal 10:9

Kersting-Brüder überragend

01.03.2010: 2. Liga West Ein packendes Spiel, tolle Tore und eine gut besuchte Halle: Besser hätte kein Autor ein Drehbuch für einen Film über Wasserball schreiben können – vor allem aus Sicht des SC Rote Erde, der das Zweitliga-Heimspiel gegen die Wasserfreunde Wuppertal, das von einem Fernsehteam des WDR begleitet wurde, in der letzten Minute mit 10:9 (3:2,2:2,2:0,2:4) für sich entschied. „Das war Werbung für unseren Sport. Es hat einfach alles gepasst“, freute sich Hamms Sportlicher Leiter Hans-Werner Glänzer, der rund 160 Zuschauer beim Spitzenspiel in der Halle gezählt hatte.
 

ÜBERRAGEND GEGEN WUPPERTAL: Stephan Kersting warf fünf Tore.
Und wie es sich für eine filmreife Darstellung gehört, hatte auch dieser Abend seine Helden. Vor allem den Brüdern André und Stephan Kersting hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass sie am Ende der kräftezehrenden Partie das Wasser als Sieger verließen. André Kersting zeigte eine überragende Leistung im Tor und hielt seine Mannschaft immer wieder mit tollen Paraden im Spiel. Sein erst 19-jähriger Bruder Stephan, der in den Spielen zuvor oft Ladehemmungen gehabt hatte, traf gegen Wuppertal fünfmal und war damit allein für die Hälfte der Rote Erde-Treffer verantwortlich. Auch den entscheidenden Treffer zum 10:9, eine Minute vor Schluss, warf Kersting – ein Traumtor. „Er hat sich gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt und dann auch noch getroffen. Ich weiß nicht, woher er nach diesem schweren und intensiven Spiel noch die Kraft dafür genommen hat. Einfach unglaublich“, schwärmte Rote Erde-Trainer Vadym Plotnikov nach dem Spiel.

Mit dem Sieg gegen Wuppertal bleiben die Hammer dem SV Krefeld 72 II sowie dem SV Brambauer auf den Fersen. Allerdings hätte die Partie am Ende nicht so knapp werden müssen. Sechs Minuten vor Schluss hatte sich der SC Rote Erde eine komfortable 9:5-Führung herausgespielt, alles sah nach einem souveränen Sieg aus. Dann jedoch verlor Hamm Centerspieler Kristian Berg nach seinem dritten persönlichen Fehler, auch Sergiy Fesenko und Sören Kohle mussten aufgrund ihrer Foulbelastung vorzeitig das Wasser verlassen. Plotnikov, der selbst viel spielte und ein Tor erzielte, gingen die Alternativen und seiner Mannschaft die Puste aus. „Ich habe sehr wenig gewechselt, weil ich die jungen Spieler nicht verheizen wollte. Das war ein sehr hartes Spiel gegen einen körperlich starken Gegner, man muss sehr vorsichtig sein, ob und wie viel man sie in so einer Partie einsetzt“, sagte Plotnikov, der den Spielverlauf knapp auf den Punkt brachte: „Hauptsache gewonnen.“

Noch nicht terminiert ist, wann die Reportage über das Spiel gegen Wuppertal in der Sendung „WDR Sport aktuell“ (samstags ab 17.20 Uhr) ausgestrahlt wird. Im Maximare war der Sender gleich mit zwei Kamerateams vor Ort. Auf Hammer Seite standen unter anderem Rote Erde-Legende und Jugendtrainer Ludger Weeke, Kapitän Björn Blank, Kristian Berg sowie Trainer Vadym Plotnikov Rede und Antwort. Fest steht jedoch bereits, wie es für die Hammer Wasserballer weiter geht. Bereits am Mittwoch muss das Team im NRW-Pokal beim Ostwestfalenligisten Löhne ran. Nicht dabei sein werden die Nachwuchsspieler Sven Schröder und Justus Theismann, die parallel ein B-Jugendspiel in Hamm bestreiten. „Dennoch ist das ein Pflichtsieg“, fordert Plotnikov. Das nächste Ligaspiel steht am kommenden Montag (20 Uhr) gegen den SV Blau Weiß Bochum auf dem Programm. boh

SC Rote Erde Hamm: A. Kersting, Kosmalla - Blank, Plotnikov (1), S. Kersting (5). H. Kohle (1), Batt, Berg (1), Funk (1), Fesenko, Schröder, Theismann, S. Kohle (1)

Rote Erde will im TV-Spiel doppelt punkten

Montag (20 Uhr) VS Wuppertal

28.02.2010: 2. Liga West Ein richtungweisendes Spiel haben die Wasserballer des SC Rote Erde am Montag (20 Uhr) im Maximare gegen die Wasserfreunde Wuppertal – und das weniger, weil die Partie vom WDR-Fernsehen für die Sendung „WDR Sport aktuell“ gefilmt wird. Die Mannschaft von RE-Coach Vadym Plotnikov (8:4 Punkte) will vor allem die Gäste (10:6 Punkte) vom zweiten Tabellenplatz verdrängen und sich mit einem Sieg in der Spitzengruppe festsetzen. „Wenn wir weiter oben mitmischen wollen, dann müssen wir ganz

WICHTIGE STÜTZE: Center Björn Blank
eindeutig zwei Punkte holen“, sagt Plotnikov, der mit einem harten Spiel rechnet, aber auch weiß, dass seine Mannschaft „jeden schlagen kann.“ Wenn das Team so spiele wie gegen den PSV Duisburg, dann werde es auch gegen Wuppertal das Wasser als Sieger verlassen. „Natürlich gehört der PSV Duisburg nicht zu den Topteams der Liga, aber wir haben endlich einmal über den Großteil der Zeit eine ganz konzentrierte Leistung gezeigt und dem Gegner keine Möglichkeit gegeben, ins Spiel zu kommen“, sagte Plotnikov und lobte insbesondere den guten Auftritt der Nachwuchsspieler in der Mannschaft: „Sie haben sich gut entwickelt. Vor allem Thomas Batt hat in der letzten Zeit, gerade, was das Spielverständnis angeht, einen Sprung gemacht. Ich habe das Gefühl, dass er eine neue Software in seinem Kopf installiert hat.“ Auch gegen Wuppertal sollen die jungen Spieler wieder viel zum Einsatz kommen.

Ganz wichtige Stützen in der Mannschaft sind aber vor allem die Centerspieler Björn Blank und Kristian Berg. Berg spielt eine überragende Saison, und auch Blank kommt nach seiner Ellbogenoperation immer besser in Fahrt. „Sie sind torgefährlich und geben dem Team sehr viel Halt. Ich bin froh, dass uns endlich beide zur Verfügung stehen“, sagt Plotnikov. Der RE-Trainer hatte ursprünglich geplant, beide abwechselnd ins Wasser zu schicken, damit sie sich auf der Centerposition abwechseln können, aber mittlerweile ist er dazu übergegangen die beiden kräftigen Spieler größtenteils gleichzeitig einzusetzen. „Sie verstehen sich blind. Wenn der eine in den Center geht, orientiert sich der andere zum Beispiel in die Centerverteidigung. Da müssen sie nicht einmal drüber sprechen.“

Auf Wuppertaler Seite sind vor allem die Brüder Tim und Tom Focke gefährlich, die noch in der vergangenen Saison in der Bundesliga für den Europacup-Teilnehmer ASC Duisburg spielten. Auch Centerspieler Heiko Hindrichs hatte Rote Erde in den vergangenen Jahren immer wieder vor Probleme gestellt. Dennoch will Plotnikov nicht, dass sich sein Team zu sehr mit Namen in den Reihen des Gegners beschäftigt: „Wir müssen unser System spielen, diszipliniert und konzentriert. Dann werden wir gewinnen.“ Auch von der Tatsache, dass das Spiel vom WDR gefilmt wird, sollen sich die Spieler nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir müssen ins Wasser gehen und alles andere ausblenden“, fordert Plotnikov. Verzichten muss der Hammer Trainer allerdings auf Alexandru Arsene und Sebastian Witt, die aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. boh

WDR-Fernsehen kommt zum SC Rote Erde Hamm

Bericht über Wuppertal-Spiel

26.02.2010: 2. Liga West Lange ist es her, dass zuletzt ein TV-Team den Weg zu einem Heimspiel des SC Rote Erde fand. Am kommenden Montag ist das jedoch anders: Das Heimspiel gegen die

Wasserfreunde Wuppertal (20 Uhr) wird ein Fernsehteam des WDR begleiten, das im Rahmen der Sendung „WDR Sport aktuell“ einen kurze Reportage über diese Sportart drehen möchte. Das Format wird immer samstags ab 17.20 Uhr ausgestrahlt. „Wir haben da eine feste Rubrik, in der wir uns Sportarten widmen, die nicht so bekannt sind wie zum Beispiel Fußball“, erklärt Bernhard Dreiner, der den Beitrag produzieren wird. Die Wahl sei unter anderem deshalb auf Hamm gefallen, weil der Sport hier eine große Tradition habe. „Rote Erde hat viele Meisterschaften gewonnen. Außerdem wird die Herrenmannschaft der Wasserfreunde Wuppertal von zwei Frauen trainiert, was auch eher ungewöhnlich ist. Insofern ist das eine interessante Konstellation – auch, weil es ja eines der Spitzenspiele der Liga ist“, sagt Dreiner, der bereits am vergangenen Montag beim Spiel gegen den PSV Duisburg im Maximare war, um sich ein Bild von den Bedingungen vor Ort zu verschaffen.

Konkret soll der Beitrag, der allerdings voraussichtlich noch nicht am Samstag nach dem Spiel ausgestrahlt wird, nahe bringen, was die Faszination des Wasserballsport ausmacht, aber auch beleuchten, mit welchen Schwierigkeiten Vereine zu kämpfen haben, die Nachwuchs für eine Sportart begeistern wollen, die in der großen Öffentlichkeit meistens nur am Rande wahrgenommen wird. „Wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit bekommen, unseren Sport zu präsentieren. Wasserball ist ein wahnsinnig spannendes Spiel: Athletisch, voller Energie und Leidenschaft. Nur leider wissen das noch nicht genug Menschen. Wenn man aber erst einmal damit angefangen hat, dann hört man so schnell nicht wieder auf“, sagt Hamms Sportlicher Leiter Hans-Werner Glänzer. boh